Ab dem neunten Lebensjahr erhielt er Hornunterricht bei
Robert Faller am Konservatorium von La Chaux-de-Fonds.
Mit einem Diplom (Nebenfach Gesang) schloß er 1977
sein Hornstudium in dieser Stadt ab. Daran schloß sich eine
zweijährige Ausbildung an der Nordwest-deutschen
Musikakademie Detmold bei Professor Hoeltzel an.
1979 erfolgte der Abschluß mit der Reifeprüfung und dem
Konzertexamen (mit Auszeichnung). Dank seiner großen
Musikalität spielte Bruno Schneider in den Jahren 1974 und
1975 im Weltjugendorchester und hatte so die Möglichkeit,
schon sehr früh auf höchstem Niveau zu musizieren.
1979 wurde Bruno Schneider als Solohornist vom Opernhausorchester
Zürich engagiert. Zwei Jahre später verließ er diese Stadt, um im
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München zu spielen.
Ab 1986 war Bruno Schneider Solohornist des Orchestre de la Suisse
Romande in Genf. Neben seiner Orchestertätigkeit tritt er häufig als
Solist und Kammermusiker auf. Dazu kommt die mit Begeisterung
ausgeübte Lehrtätigkeit für die Virtuositätsklassen an den Konservatorien
von Genf und Lausanne. 1991 wurde er an die Hochschule für Musik
in Karlsruhe berufen und zum Professor ernannt. 1993 verließ er das
Orchester, um sich seiner solistischen Karriere und seinen pädagogischen
Aufgaben zu widmen. Seit 1997 ist er Professor für Horn an der
Musikhochschule Freiburg.
Bruno Schneider ist Gründungsmitglied des berühmten Bläserensemble
Sabine Meyer und spielt in verschiedenen Kammermusikformationen.
Er wurde als Solist zu zahlreichen renommierten Festspielen eingeladen.
Daneben ist er ein gefragtes Jurymitglied internationaler Wettbewerbe.
1994 widmete ihm der Schweizer Komponist Norbert Moret ein Hornkonzert.
Sein Engagement für zeitgenössische Musik zeigt sich auch darin, dass
für ihn und sein Hornensemble Caccia da Camera Eric Chasalow und
Erik Szekely komponierten. An der Sommerakademie von Sion gibt
Bruno Schneider seit 1991 Meisterkurse.
Bruno Schneider hat mehr als zwanzig Schallplatten für Claves, EMI,
Erato, DG, New World Records aufgenommen. Von der internationalen
Presse besonders hervorgehoben wurden folgende Aufnahmen: die vier
Konzerte für Horn und Orchester von W.A. Mozart (Kammerorchester
Padova unter der Leitung von Bruno Giuranna bei Claves), das zweite
Konzert für Horn und Orchester von R. Strauss (Kammerorchester von
Lausanne unter der Leitung von Matthias Aeschbarer bei Claves), das
Quintett für Horn und Streicher von W.A. Mozart (Wiener Streichsextett
bei EMI), die Symphonie Concertante für Bläser und Orchester (Dresdner
Staatskapelle unter der Leitung von Hans Vonk bei EMI), und das Lied
von F. Schubert „Auf dem Strom“ (Barbara Hendricks und Radu Lupu bei EMI).
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Horn