1965 geboren, begann Gustav Rivinius sein Cellostudium
im Alter von sechs Jahren bei Hermann Dirr in München.
Diesem folgte als Lehrer für viele Jahre Ulrich Voss in
Saarbrücken. Nach dem Abitur studierte Gustav Rivinius
bei Claus Kanngiesser, später bei David Geringas in Lübeck,
an der Juilliard School in New York bei Zara Nelsova und zuletzt
bei Heinrich Schiff in Basel.

Nach zahlreichen nationalen und internationalen
Wettbewerbserfolgen öffnete der Gewinn des 1. Preises und der
Goldmedaille beim IX. Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb
in Moskau Gustav Rivinius den Weg zu einer weltweiten Karriere.
Diese besondere Auszeichnung wurde zum ersten Mal einem
deutschen Musiker verliehen. Seitdem wurde Gustav Rivinius zu
zahlreichen, führenden Orchestern eingeladen und trat in den
großen internationalen Musikzentren auf.

Seine Konzerte führten ihn zu Orchestern wie dem Mitteldeutschen Rundfunk Leipzig, Helsinki Philharmonic Orchestra, Gulbenkian Orchestra Lissabon, Bamberger Symphoniker, Cincinnati Symphony Orchestra, den Rundfunk-Sinfonieorchestern von Saarbrücken, München, Berlin und Stuttgart, der Tschechischen Philharmonie, dem Berliner Sinfonieorchester, St. Louis Symphony Orchestra, der National Symphony Washington und dem Pittsburgh Symphony Orchestra.

Darüber hinaus nimmt die Kammermusik einen wichtigen Platz in seinem musikalischen Schaffen ein. So spielt Gustav Rivinius regelmäßig mit namhaften Kollegen wie Lars Vogt, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas und Sharon Kam.
Außerdem ergänzen Auftritte bei renommierten Festspielen seine solistische Tätigkeit; er ist beispielsweise regelmäßiger Gast bei den bekannten Heimbach Festivals von Lars Vogt.


Eine CD mit Sonaten von Brahms, Boccherini und Zimmermann ist bei Harmonia Mundi erschienen. Sämtliche Beethoven Cellosonaten hat Gustav Rivinius für den WDR Köln eingespielt.

Neben der Interpretation des Standardrepertoires, widmet sich Gustav Rivinius auch intensiv der zeitgenössischen Musik: mit dem Musikkollegium Winterthur hat er etwa das Cellokonzert  „Bardo" von Hans Zender unter der Leitung des Komponisten selbst zur Uraufführung gebracht.

Im Jahre 1997 gründete Gustav Rivinius mit Ani Kavafian (Violine) und Barbara Westphal (Viola) das Trio Da Salò.

Gustav Rivinius hat eine Professur für Violoncello an der Musikhochschule in Saarbrücken inne.


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Gustav Rivinius
Violoncello
Gustav Rivinius, Fürstensaal Classix Kempten