Nabila Chajai errang im September 2004 den 2. Preis beim
Internationalen ARD-Musikwettbewerb in München.

Die junge Harfenistin mit marokkanischer Abstammung
besitzt eine besondres musikalischs Gespür durch ihre
doppelten kulturellen Wurzeln und ihre vielseitige musikalische
Prägung (sie ist auch Preisträgerin mit der Violine und eine
gradierte Musikwissenschaftlerin). Da sie mit volkstümlicher
marokkanischer Musik aufgewachsen ist, fühlt sie sich
zwangsläufig hingezogen zu völkerkundlicher Musik und so
besonderen Formen wie dem Gamelan aus Java oder der
Zigeunergeige ...Die Neugier lässt sie mit ihrer Harfe das
Repertoire ausweiten durch Bearbeitungen, Entdeckungen
alter Musik... Sie ist außerdem Mitglied im Ensemble
„Laboratorium“, für zeitgenössische Musik bei der
Luzerner Akademie gegründet.
 
Nabila Chajai begann ihre Ausbildung im Alter von 6 Jahren an der Musikschule Colmar,
wo sie zwei Preise (Violine und Harfe) erlangte. In mehreren internationalen Wettbewerben wurde sie ausgezeichnet (Concours Geliot, Tournier). Später setzte sie ihre Studien bei Isabelle Moretti am Pariser Konservatorium fort, abgeschlossen mit Bestnote, und danach in der Meisterklasse von Fabrice Pierre am Konservatorium Lyon, mit dem Schwerpunkt bei Transkriptionen französischer Klaviermusik (u.a. Debussy, Ravel, Satie). Bei ihren Soloauftritten in Frankreich und im Ausland (Deutschland, Schweiz, USA ...) werden stets ihr geradliniges und einfühlsames Spiel gelobt. 

Nabila Chajai ist auch stark an Kammermusik interessiert. Mit der Mezzosopranistin  Isabelle Druet, mit der sie am Pariser Konservatorium einen ersten Preis erlangte, tritt sie im Duett auf. Weitere Partner sind das Quatuor Ebène, Magali Mosnier, Antoine Tamestit (Elmau, Berlin, Nymphenburger Schloss, St. Cosme ...), die Quartette Modigliani und Manfred (Rheingau Festival, Aix-en-Provence ...). Als Solistin arbeitete sie mit Orchestern wie den Berliner Philharmoniker, dem Berliner Rundfunkorchester oder der Straßburger Philharmonie und mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Sir Simon Rattle, Kent Nagano, Marek Janowsky, Paavo Järvi, Michael Gielen, Ernest Krivine, Heinz Holliger u.a. In der Saison 2006/07 nahm sie an den internationalen Tourneen (USA, Japan, China, Korea, Deutschland, Österreich) des Philharmonischen Orchesters von Radio France unter Myung-Wha Chung teil.



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